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Wie wird gezählt?

Nach der Wahl werden alle Stimmen gezählt. Die Zeit, in der ausgezählt wird, ist besonders spannend. Vielleicht hast du an einem Wahlabend schon miterlebt, dass so genannte Hochrechnungen angestellt werden. Das Auszählen dauert lange und es wird im Laufe des Abends immer klarer, welche Partei oder welche Kandidatin bzw. welcher Kandidat die Nase vorne hat.

Für jede Wahl gibt es ein genau festgelegtes Verfahren für die Vergabe der Mandate. Das ist meist sehr kompliziert. Grundsätzlich gilt aber, je mehr Stimmen eine Partei hat, desto mehr Mandate (Sitze) bekommt sie. Außerdem werden Parteien in der Regel nur dann bei der Mandatsverteilung berücksichtigt, wenn sie einen bestimmten Prozentsatz der Stimmen bekommen haben. Bei Nationalratswahlen sind das zum Beispiel mindestens 4 %.
Insgesamt werden bei Nationalratswahlen 183 Mandate an die Parteien vergeben. Welche Personen genau diese Sitze erhalten, hängt von den Wahllisten der Parteien ab. Du kannst das aber durch deine Vorzugsstimme beeinflussen.

Natürlich gibt es an einem Wahlabend GewinnerInnen und VerliererInnen, manche Parteien werden ihr Ziel erreicht haben, andere nicht. Nach der Wahl werden dann viele, viele Gespräche geführt und die Parteien bilden Regierung und Opposition.

In Österreich gilt das Verhältniswahlrecht.

Die Mandate werden im Verhältnis zum jeweiligen Stimmenanteil an die Parteien vergeben.
Im Gegensatz dazu steht das Mehrheitswahlrecht. Bei diesem System erhält der Kandidat bzw. die Kandidatin, der in einem Wahlkreis die meisten Stimmen hat, ein Mandat. Alle anderen Parteien gehen leer aus.

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gedruckt am: Montag, 23. Oktober 2017