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Europäische Weltraumpolitik – der europäische Griff nach den Sternen

Die Europäische Weltraumorganisation

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) wurde 1975 gegründet und besteht derzeit aus 20 Mitgliedsstaaten. Der Hauptsitz der ESA ist in Paris, Frankreich, aber es gibt noch weitere Standorte in ganz Europa, wo an unterschiedlichen Projekten gearbeitet wird.

Aufgabe der ESA ist es, das gemeinsame europäische Weltraumprogramm zu erstellen und umzusetzen. Dabei gibt es verschiedene Bereiche, zum Beispiel die Erforschung des Weltalls, die Beobachtung der Erde, die bemannte Raumfahrt und der Einsatz von Satelliten. Die neuen Erkenntnisse und Technologien sollen nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt zur Verfügung stehen. Deswegen arbeitet die ESA auch mit außereuropäischen Weltraumorganisationen zusammen.

Österreich bei der ESA

Österreich ist seit der Gründung der ESA (1975) aktiv an europäischen Programmen beteiligt und ist seit 1987 Vollmitglied der ESA. Die österreichische Agentur für Luft- und Raumfahrt (ALR, auch ASA genannt) vertritt Österreich bei der ESA. Neben wissenschaftlichen Forschungsprojekten ist Österreich auch aktiv an der Weiterentwicklung von Weltraumtechnologien beteiligt.

Wichtige ESA-Projekte mit österreichischer Mitarbeit:

  • GMES/Copernicus: Erdbeobachtungsprogramm zur Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (seit 1998)
  • Envisat: Europäischer Umweltsatellit zur Erdbeobachtung (2002-2012)
  • Galileo: Globales Satellitensystem zur Navigation (im Aufbau)
  • Ariane 5: Trägerrakete der ESA, die europäische Satelliten in die Erdumlaufbahn befördert (seit 1997 im Einsatz)

Außerdem ist Österreich seit 1994 Mitglied der EUMETSAT, der europäischen Organisation für die Nutzung von Wettersatelliten.

ENVISAT - ökologischer Mahner aus dem Weltraum: Als ungemein wichtig erwies sich die 10jährige Beobachtung der gesamten Umwelt und des Klimas der Erde durch den ESA-Satelliten ENVISAT. Er lieferte Daten zu Klimawandel und Veränderungen auf der Erde, die uns deutlich vor Augen führen, wie unachtsam wir Menschen mit unserem Planeten umgehen.

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gedruckt am: Samstag, 21. Oktober 2017