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Vom Trinkwasser zum Abwasser und zurück

150 Liter Trinkwasser werden in Österreich pro Person und Tag verbraucht. Das sind rund 1.267.500.000 Liter (einemilliardezweihundertsiebenundsechzigmillionenfünfhunderttausend Liter!) in 24 h. Aber nur ein ganz kleiner Teil davon wird tatsächlich getrunken, das meiste wird für Duschen, Baden, Wäschewaschen und Geschirrspülen verwendet. Und über 30 Liter Wasser pro Person werden davon jeden Tag die Toilette hinuntergespült. Die Abwässer gelangen dann in die Kanalisation, wo Schmutzwasser, Regen- und Schmelzwasser gesammelt werden und durch unterirdische Kanäle zu den Kläranlagen fließen. Dort wird das Abwasser aufbereitet und gereinigt, um danach in sauberer Form wieder in unsere Gewässer geleitet zu werden. So gelangt das gereinigte Wasser wieder zurück in den Wasserkreislauf.

Früher, als noch nicht so viele Haushalte und Firmen an eine Kläranlage angeschlossen waren, gelang das schmutzige Wasser in die Gewässer und verunreinigte Flüsse, Bäche und Seen. Viele Tiere und Pflanzen, die im oder am Wasser leben, verloren ihren Lebensraum.

Kläranlagen reinigen das Abwasser und halten so unsere Umwelt gesund. Sie verhindern Krankheiten bei Pflanzen, Tieren und nicht zuletzt bei uns Menschen und ermöglichen eine lebenswerte Zukunft. Schließlich ist Wasser ein lebensnotwendiges Gut.

1739 war Wien als erste Stadt Europas erstmals vollständig kanalisiert und umfasst heute ein rund 2.300 km langes Kanalnetz.

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gedruckt am: Dienstag, 12. Dezember 2017