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Rassismus

Eine Form von Diskriminierung ist Rassismus.

„Rassismus“ wird von „Rasse“ abgeleitet. Rassismus ist die Überzeugung, dass Menschen aufgrund bestimmter (genetisch bedingter) Merkmale, wie zum Beispiel ihrer Hautfarbe, verschiedenen „Rassen“ zugeteilt werden können. Dabei wird angenommen, dass die „Rassen“ sich nicht nur äußerlich unterscheiden, sondern auch hinsichtlich ihrer Charaktereigenschaften und Intelligenz. Folglich werden manche dieser Rassen als „besser“ oder „anderen überlegen“ angesehen.

Wenn z.B. jemand behauptet, dass „Schwarze“ dümmer seien als „Weiße“, weil sie aufgrund ihrer Abstammung eben dumm seien, so ist dies eine rassistische Diskriminierung.

Die Einteilung der Menschen verschiedener Regionen in „Rassen“ war in Europa über lange Zeit sehr „populär“ und wurde vor allem ab dem 19. Jahrhundert auch in der Wissenschaft angewendet.

Heute ist es wissenschaftlich widerlegt, dass es beim Menschen „Rassen“ gibt!

Rassistische Zuschreibungen sind aber auch heute noch in vielen Ländern und zwischen unterschiedlichen Gruppen zu finden.
RassistInnen erfinden Rassen, wie es ihnen gefällt. Sie kümmern sich einfach nicht darum, dass es Menschenrassen gar nicht gibt!

Wie funktioniert Rassismus? - „WIR – und die anderen“

Wer gehört zu welcher Gruppe? Welche ist meine Gruppe, und wie ist meine Gruppe? Diese Fragen sind für viele Menschen wichtig. Menschen neigen dazu, Gruppen zu bilden und Menschen danach zu beurteilen, zu welcher Gruppe sie gehören.
Meist wird dabei die eigene Gruppe positiv bewertet („Unsere Klasse ist die Coolste!“), und die andere(n) Gruppe(n) negativ.

Ganz anders?

Wenn zum Beispiel für die eigene Gruppe die Eigenschaften „intelligent, fleißig, gebildet, sauber“ angenommen werden, so muss die andere Gruppe dementsprechend „dumm, faul, primitiv und schmutzig“ sein.

Derart deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen gibt es in Wirklichkeit natürlich meist gar nicht, sondern sie existieren nur in den Köpfen! Trotzdem passiert es oft, dass eine Gruppe sich von der anderen abgrenzt und diese „schlecht macht“ oder diskriminiert.

Dass man zu einer Gruppe gehört, ist natürlich. Es muss aber nicht sein, dass man andere Gruppen deswegen abwertet oder ihnen ablehnend gegenüber steht. Wer sich sicher ist, dass er zu einer wertvollen Gruppe gehört, wird auch eine andere Gruppe als wertvoll akzeptieren – und Freundschaften mit den „anderen“ schließen.

Denkfehler Rassismus

Im Rassismus dienen jedoch tatsächliche (z.B. unterschiedliche Hautfarbe) oder nur angenommene Unterschiede (z.B. unterschiedliche Intelligenz) zwischen Menschengruppen als Rechtfertigung, um andere abzuwerten: Dass jemand zur anderen Gruppe gehört, führt dann dazu, dass ihr oder ihm all die negativen Gruppeneigenschaften der „anderen“ zugeschrieben werden und sie oder er dadurch diskriminiert wird.

Darüber hinaus ist der Denkfehler im Rassismus gleich ein doppelter: Die „Gruppen“, nämlich die Rassen, gibt es ja in Wahrheit gar nicht!

Auf den Punkt gebracht: Um einen Menschen zu kennen, genügt es selbstverständlich nicht, nur zu wissen, zu welcher Gruppe er gehört!

Frau, mit voll von Zuschreibungen

Alle anders, alle gleich

Wenn man streng voneinander abgegrenzte Gruppen bildet und Menschen „in Schubladen steckt“, so übersieht man leicht die tatsächliche Vielfalt. Du kannst beliebig Gruppen zwischen den Menschen bilden. Neben den Unterschieden zwischen den gebildeten Gruppen – zum Beispiel den in der obigen ausgedachten Geschichte „Blonden“ und den „Nichtblonden“ – gibt es auch Gemeinsamkeiten. Von den „gruppen-typischen“ Merkmalen gibt es Zwischenformen, Ausnahmen und fließende Übergänge.

Gruppen bestehen nicht aus Durchschnittstypen, sondern aus einzelnen Personen – diese sind so individuell wie du selbst.

Auf den Punkt gebracht: Du bist einzigartig. Alle anderen auch!

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gedruckt am: Dienstag, 17. Oktober 2017