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Weltweit transportieren, handeln, (ver)kaufen

Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren von Wiederaufbau und Erholung vom Krieg geprägt. Ab den 1960er Jahren setzte ein immer schneller werdendes Wachstum der Wirtschaft ein. Weltweit wurde nach und nach auf Massenproduktion umgestellt: Dabei werden gleichartige Waren in großen Mengen an unterschiedlichen Standorten und in vielen kleinen Arbeitsschritten hergestellt. Für den besseren und schnelleren Transport der Waren wurde auch das Verkehrsnetz immer mehr erweitert. Neben der Errichtung von Autobahnen und Bahnstrecken für Güterzüge, sind vor allem Flug- und Schiffswege für den internationalen Transport ausgebaut worden.

Der Container – ein Behälter, der den Transport revolutionierte

Schon seit mehr als 200 Jahren waren „Umverpackungskisten" für den Transport zu Pferd, Schiff und später Eisenbahn in Verwendung. In den 1950er Jahren entwickelte der Amerikaner Malcom McLean nach dem Modell der Umverpackungskisten ein neues Transportsystem: den Containertransport. Dabei wurden nicht mehr die einzelnen Kisten aus- und eingeladen, sondern der ganze „Auflieger“ als großer Metallbehälter, der so genannte „Container“ (engl. für „Behälter“). Die Größe der Container wurde 1961 international festgelegt, damit sie sowohl mit Lastwägen und Bahnwaggons, als auch mit Frachtschiffen über weite Distanzen hinweg befördert werden können. Für den Flugverkehr gibt es eigene Container-Typen, die sich der Form des Flugzeugs besser anpassen.

Heute sind weltweit rund 30 Millionen Container im Einsatz. In speziellen Umladestationen – Containerterminals oder CTs – werden täglich Tausende dieser Metallbehälter umgeladen, oft vollkommen automatisch und nur durch elektronische Kennungen gesteuert.

Weltweit (dasselbe) einkaufen - Globalisierung des Einkaufs

Manche Dinge kann man mittlerweile fast überall kaufen. Erfolgreiche Firmen eröffnen Filialen in anderen Ländern oder gehen weltweit Partnerschaften mit Verkaufsstellen ein. Manchmal errichten Firmen sogar eine Zweigstelle in einem anderen Land, wo ihre Produkte gleich vor Ort produziert werden können. So hat zum Beispiel die bekannteste amerikanische Fastfood-Kette schon über 34.000 Filialen in 118 Ländern – das ist über die Hälfte aller Staaten der Erde, in denen man nun die gleichen Fast-Food-Produkte kaufen kann.

Wenn sich eine große Firma mit anderen Betrieben zusammenschließt, spricht man von einem Konzern. Konzerne sind also Riesenfirmen, die aus einem führenden „Mutterunternehmen“ und mehreren „Tochterunternehmen“ bestehen. Auch wenn die Produkte mit verschiedenen Namen und Markenbezeichnungen verkauft werden, können sie trotzdem vom selben Konzern stammen. Es gibt Konzerne, die sowohl Nahrungsmittel und Tierfutter, als auch Waschmittel und Körperpflegemittel herstellen und weltweit mit unterschiedlichen Firmennamen vertreiben.

Viele Produkte, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, kommen von anderen Kontinenten. Bekannte Waren wie zum Beispiel Bananen, Baumwolle, Kakao/Schokolade, Bleistifte oder sogar Fußbälle gelangen über tausende Kilometer hinweg in Containern zu uns.

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gedruckt am: Samstag, 16. Dezember 2017