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Was macht eine Bank?

Früher wurden Geldgeschäfte in Italien auf einem großen Tisch gemacht, dort wurden alle Münzen ausgebreitet und das große Rechnen konnte beginnen. Dieser Tisch hieß auf italienisch „banca“. Dieser Name hat sich – leicht verändert – in vielen Ländern durchgesetzt: Banque auf Französisch, bank auf Englisch oder im deutschsprachigen Raum Bank.

Auch das Wort Konto stammt vom italienischen „conto“ ab und bedeutet „Rechnung“. Und genauso wie ein Rechnungsbeleg, finden sich auch auf einem Konto nur Zahlen – also Buchgeld. Auf einem Konto werden alle Einnahmen, wie zum Beispiel das Gehalt, das man im Monat für seine Arbeitsleistung bekommt, und alle Ausgaben, wie zum Beispiel die Kosten für Miete, Strom und Lebensmittel, eingetragen.

Bleibt etwas von dem eingenommenen Geld am Konto übrig, legen es viele Menschen auf ein Sparbuch. Geld auf einem Sparbuch liegt aber nicht einfach in einem Tresor rum, es arbeitet und bekommt Zinsen.
Das funktioniert, weil Banken mit dem eingezahlten Geld ihrer KundInnen arbeiten. Vereinfacht dargestellt: Da nicht alle SparerInnen ihr Geld zur gleichen Zeit wieder brauchen, kann die Bank einen Teil davon weiterverleihen, z.B. an andere Menschen, die grade Geld brauchen. Dafür bekommt die Bank selbst wieder Zinsen, die sie zu einem kleinen Teil an die SparerInnen abgibt. Am Ende eines Jahres wird das von der Bank erwirtschaftete Geld auf den Sparkonten gutgeschrieben. Von Jahr zu Jahr wird so der Betrag ein bisschen mehr.

Das Geld, das eine Bank verleiht, nennt man Kredit. Erwachsene können sich einen Kredit aufnehmen, wenn sie zum Beispiel ein Haus bauen wollen oder eine Firma gründen möchten und Startkapital brauchen. Bei einem Kredit muss man aber nicht nur die ausgeborgte Summe zurückzahlen, sondern mehr. Das nennt man auch Kreditzinsen. Solche Zinsen richten sich nach der Höhe des geliehenen Betrages und nach der Laufzeit des Kredits, also der Zeit, die man braucht, um das Geld wieder zurück zu zahlen.

Bargeldloses Zahlen
Mittlerweile haben wir in unseren Geldbörsen nicht mehr nur Münzen und Geldscheine, sondern viele Menschen haben auch Kreditkarten und Bankomatkarten darin. Um eine solche Karte zu bekommen, muss man ein Bankkonto haben. Das Geld, das wir mit einer solchen Karte ausgeben, wird dann von diesem Konto abgebucht.

Hast du auch ein Sparschwein zu Hause, um Geld, das du bekommst, zu sammeln, bevor du es auf die Bank bringst? In China gelten Schweine als Symbol einer gesicherten Existenz. Auch bei uns ist das Schwein ein Glücksymbol, nicht umsonst sagt man nach brenzligen Situationen „Schwein gehabt!“

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gedruckt am: Mittwoch, 13. Dezember 2017