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Assimilation: Entweder – oder?

Wenn sich eine (kleinere) Gruppe vollständig an eine andere (größere) Gruppe angleicht und dabei ihre Eigenheiten aufgibt, spricht man von Assimilation. Dieses Angleichen kann freiwillig oder mit Zwang geschehen.

Für MigrantInnen heißt dies, dass sie ihre Sprache, ihre Kultur, die Gewohnheiten und Bräuche aus der „alten Heimat“ aufgeben und die Sprache und Gewohnheiten des Aufnahmelandes annehmen. Am Ende kann nicht mehr unterschieden werden, wer die „neuen“ und die „ursprünglichen“ Mitglieder der Gruppe waren.

Integration ist aber möglich, ohne dass sich MigrantInnen ausschließlich entweder für die eine oder für die andere Kultur und Sprache entscheiden müssen. Es ist möglich und wichtig, gute Beziehungen zur alten und zur neuen Heimat zu haben, denn Kultur ist ein wesentliches Merkmal der eigenen Persönlichkeit.

Aber nicht nur für MigrantInnen, auch für die ganze Gesellschaft geht durch Assimilation etwas sehr Wertvolles verloren: nämlich Vielfalt!


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gedruckt am: Dienstag, 24. Oktober 2017