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Was ist Familienpolitik?

Unter Familienpolitik versteht man alles, was eine Regierung tut, damit Familien in einem Staat möglichst gut leben können. Jede Partei hat einen Familiensprecher oder eine Familiensprecherin, die sich besonders für Familien einsetzt.

Es gibt zum Beispiel Gesetze, die bestimmen, dass Familien finanzielle Unterstützung bekommen müssen. Dazu gehört, dass eine Familie weniger Steuern zahlen muss und dass die Eltern für jedes Kind Familienbeihilfe bekommen.

Andere Gesetze sollen ermöglichen, dass sich Familienmitglieder umeinander kümmern können. Wenn zum Beispiel ein Elternteil nach der Geburt eines Kindes einige Zeit nicht arbeitet und sich um das Baby kümmert, spricht man von Karenzzeit – Diese Zeit ist gesetzlich geregelt. Es gibt aber auch eine Karenz, damit Erwachsene ein sehr krankes Familienmitglied pflegen können.

Familienpolitik betrifft aber auch die Bildung und Berufsausbildung von Kindern und ist daher ganz eng mit der Schul- und Bildungspolitik verknüpft. Dabei geht es zum Beispiel um das Angebot von Betreuungseinrichtungen für Kinder, wie Kindergärten oder Ganztagsschulen. Ziel ist, dass der Staat Unterstützung schafft, damit Familien gegründet werden können, denn ohne Kinder gibt es keine Zukunft für das Land.

Es gibt übrigens eine eigene Wissenschaft, die sich unter anderem damit beschäftigt, wie viele Familien in einem Land gegründet werden und wie viele Kinder zur Welt kommen – die Demographie.

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gedruckt am: Montag, 23. Oktober 2017