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Wer darf wählen?

Bis 1979 wurden die Abgeordneten des Europäischen Parlaments von den Parlamenten der Mitgliedsstaaten ernannt. Erst seit 1979 werden sie direkt von den EU-BürgerInnen gewählt. 2014 findet die achte Direktwahl zum Europäischen Parlament statt und die erste Wahl nach dem Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags.

Europaweit sind ca. 380 Millionen EU-BürgerInnen wahlberechtigt. Für die WählerInnen gelten die nationalen Wahlrechte, die von Land zu Land unterschiedlich sind:

  • Wahlpflicht gilt nur in einigen Ländern, nämlich in Belgien, Griechenland, Luxemburg und Zypern. In allen anderen Ländern ist die Wahlbeteiligung freiwillig.
  • Das Alter, ab dem man wählen darf, wird als aktives Wahlalter bezeichnet. EU-weit liegt dieses Alter bei 18 Jahren, nur in Österreich darf man bereits ab 16 Jahren wählen.

Die Wahlbeteiligung hat seit 1979 stetig abgenommen und lag 2009 nur mehr bei etwa 43 % - das ist weniger als die Hälfte aller wahlberechtigten EU-BürgerInnen. Um Europa gemeinsam zu gestalten, ist es wichtig, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen und mitzubestimmen, wer im Europäischen Parlament vertreten sein soll. Alle wichtigen Informationen zu den Europawahlen 2014 findest du hier.

Von 1952 bis 1986 hieß das Europäische Parlament noch Gemeinsame Versammlung und war Teil der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). 1986 wurde die „Gemeinsame Versammlung“ unter Zustimmung aller Mitgliedsstaaten in „Europäisches Parlament“ umbenannt. Seit der Gründung der EU 1993 wurden die Rechte des Europäischen Parlaments beständig ausgeweitet.

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gedruckt am: Freitag, 20. Oktober 2017