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Was ist Entwicklungszusammenarbeit?

Unsere Welt – Unsere Würde – Unsere Zukunft

Im Europäischen Jahr der Entwicklung möchten die EU und ihre Mitgliedstaaten auf die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit aufmerksam machen. Die EU hat in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit eine maßgebliche Rolle als Unterstützer von Entwicklungs- und Schwellenländern eingenommen. Bei der Hilfe für ärmere Länder und Regionen geht es aber nicht darum, einfach Geld zu spenden, sondern gemeinsam Wege zur Bekämpfung von Armut, Umweltkatastrophen, Hunger und Krankheiten zu finden. Ganz unter dem Motto des Europäischen Jahres der Entwicklung: „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“.

Wenn Entwicklungszusammenarbeit gelingt, dann wirkt sich das auf die Lebensqualität der Menschen, aber auch auf den Frieden im Land aus. Kriege führen dazu, dass Menschen flüchten und ihre Heimat verlassen müssen.

Nachgefragt: Was bedeutet Entwicklung?

Wenn wir an Entwicklung denken, dann meinen wir damit oft Weiterentwicklung und Fortschritt. Man kann darunter aber auch das Entfalten der eigenen Fähigkeiten sehen, bei einem Menschen oder auch bei einem Land.

Geschichte der EZA

Gesundheit, Wohlstand, Bildung und ein friedliches Miteinander sind nicht selbstverständlich und sie sind nicht überall gleich verteilt. Seit den 1960er Jahren versucht man diese Ungleichheiten zwischen armen und reichen Ländern zu verringern. Die Konzepte und Ideen dazu haben sich im Laufe der Zeit verändert.

  • In den 1960er Jahren herrschte noch die Vorstellung einer „nachholenden Modernisierung“ vor, d.h. die Idee, dass jedes Land schnellstmöglich wirtschaftlich aufholen und mit den Industrienationen gleichziehen sollte.
  • In den 1970er Jahren wurde die Befriedigung der Grundbedürfnisse (Nahrung, Gesundheit, Bildung) als oberstes Ziel der Entwicklungshilfe betrachtet.
  • Während die ersten beiden Phasen von der Idee des einseitigen Gebens und Nehmens ausgingen, entwickelte sich in den 1990er Jahren die Vorstellung einer „nachhaltigen“ Entwicklung. Entwicklungszusammenarbeit wurde als wechselseitiger Prozess angesehen: Staaten, die Hilfsleistungen in Anspruch nehmen wollen, legen selbst die Ziele ihrer Weiterentwicklung fest und werden dabei von anderen Ländern unterstützt.



Nachgefragt: Was bedeutet nachhaltig?

Nachhaltig ist, was nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft Bestand hat. Also alles, was nicht nur für die Gegenwart geplant ist, sondern auch für spätere Generationen erhalten bleiben soll.

Interaktive Zeitleiste der Entwicklungspolitik seit 1945

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gedruckt am: Dienstag, 24. Oktober 2017