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Armutsspirale

Was stellst du dir unter diesem Wort vor?
Bei der Armutsspirale geht es darum, wie sich Menschen fühlen, wenn sie arm sind und wie sie handeln, weil sie arm sind.

Vielen Menschen ist es peinlich arm zu sein, sie haben das Gefühl, sie könnten dadurch, dass sie nicht viel haben, weniger wert sein. Das  stimmt natürlich überhaupt nicht, denn jeder Mensch ist sehr wertvoll. Aber wenn sich Menschen wertlos fühlen, dann ziehen sie sich oft zurück, sie trauen sich nicht, um Hilfe zu fragen. Sie können nicht mit ihren FreundInnen Eislaufen, Pizza essen oder zum Fußballspiel gehen, weil sie sich nicht zu sagen trauen, dass sie kein Geld haben. Sie fühlen sich ausgegrenzt. Dann werden die Freundschaften oft weniger. Wer weniger FreundInnen und weniger vertraute Menschen um sich hat, hat auch weniger Vertrauen. Wer weniger Vertrauen hat, hat oft auch wenig Selbstvertrauen und mit wenig Selbstvertrauen kann man nicht mehr so gut lernen. Weil man sich schlechter konzentrieren kann und sich die Dinge schlechter merkt, wird man schlechter in der Schule und hat noch weniger Vertrauen. Und dann zieht man sich noch mehr zurück und die Spirale dreht sich immer weiter und weiter...

Wenn Menschen kein Geld haben, dann sind sie oft gezwungen, Schulden zu machen. Sie borgen sich das Geld von der Bank, von FreundInnen, den ArbeitgeberInnen, den Leuten, denen sie die Miete zahlen müssen oder sie können vielleicht die Stromrechnung nicht bezahlen. Doch wenn jemand schon zu wenig Geld für die notwendigsten Dinge hat, dann kann er oder sie auch kein Geld zurückzahlen und die Schulden werden immer mehr. Das ganze wird die Armutsspirale genannt.

Gute Freunde und Freundinnen-

...mit denen man über alles sprechen kann sind ganz besonders wichtig. Jeder Mensch sollte seine Sorgen mit mindestens einer Person teilen können.

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gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017