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Was hat denn Fußball mit Krieg zu tun?

Kannst du dir das vorstellen? Durch ein Fußballspiel ist sogar schon einmal ein Krieg ausgelöst worden: der sogenannte „Fußballkrieg“, der auch „Krieg der 100 Stunden“ genannt wird.

Der "Fußballkrieg" zwischen Honduras und El Salvador

1969 trafen die beiden Fußballmannschaften der lateinamerikanischen Nachbarländer Honduras und El Salvador in der WM-Qualifikation aufeinander. Die beiden Länder hatten schon seit einiger Zeit Probleme miteinander: El Salvador versuchte auf Kosten des Nachbarlandes Honduras eine Wirtschaftskrise zu vermeiden. Honduras machte Flüchtlinge aus El Salvador für seine wirtschaftlichen Probleme verantwortlich und  plante, Flüchtlinge aus El Salvador zu vertreiben. Die politische Lage war also sehr angespannt!
Schon beim Hinspiel gab es Unruhen. Aber nachdem beim Rückspiel El Salvador 3:2 gewann und Honduras damit aus der WM-Qualifikation ausgeschieden war, kam es in Honduras zu Ausschreitungen, die sich mit den Unruhen um die Vertreibung der Flüchtlingen aus El Salvador mischten. Dabei starben sogar einige Menschen.
Am 14. Juli schickte die Regierung von El Salvador daher Truppen nach Honduras und warf sogar Bomben ab. Das war der Beginn des "Fußballkriegs", der nur vier Tage dauerte, aber besonders furchtbar war: 3000 Menschen wurden in diesem Krieg getötet und 6000 wurden verletzt.
Mittlerweile haben die beiden Länder wieder zu einer friedvollen Nachbarschaft zurückgefunden.

Honduras und El Salvador

Weißt du, wo die beiden Länder, die 1969 den sogenannten Fußballkrieg gegeneinander führten, liegen? Klicke auf die Landkarte, um sie zu vergrößern!

Mehr über die beiden Länder El Salvador und Honduras kannst du auf Wikipedia nachlesen! Klicke einfach auf eine der Flaggen!



https://demokratiewebstatt.at/thema/fussball/was-haben-fussball-politik-miteinander-zu-tun/fussball-krieg/
gedruckt am: Freitag, 20. Oktober 2017