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2015 ist das Europäische Jahr der Entwicklung

Das Jahr 2015 steht für die Europäische Union ganz im Zeichen der Entwicklungszusammenarbeit (EZA). In der Entwicklungszusammenarbeit bekommen ärmere Länder dieser Welt Unterstützung von reicheren Ländern, um Hunger und Armut zu bekämpfen, eine ausreichende medizinische Versorgung zu sichern, den Menschen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, nachhaltigen Umgang mit Klima und Natur zu stärken und die wachsende soziale Ungleichheit zu bekämpfen. So sollen Frieden, Wohlstand, Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte in den ärmeren Ländern gefördert werden. Die EU leistet seit 1957 Entwicklungszusammenarbeit und ist heute der größte Geber öffentlicher Entwicklungsgelder weltweit.

Unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ sollen im Europäischen Jahr der Entwicklung die Bürgerinnen und Bürger über die Entwicklungszusammenarbeit der EU und deren Mitgliedstaaten informiert und ihr Interesse an der EZA gestärkt werden. Denn schließlich teilen wir alle eine Welt … und den Ärmsten zu helfen, hilft letztlich uns allen, in Frieden, Freiheit, Sicherheit und einer intakten Umwelt zu leben.

In den EU-Mitgliedsländern gibt es deshalb im Jahr 2015 viele verschiedene Projekte, Förderungen, Wettbewerbe und Veranstaltungen rund um das Europäische Jahr der Entwicklung, so zum Beispiel den SchülerInnenWettbewerb „FairYoungStyria“ oder „Europa hilft – hilft Europa?“

Die Europäische Kommission hat eine eigene Einrichtung für Entwicklung und Zusammenarbeit, EuropeAid, die alle Programme der EU zur Entwicklungshilfe verwaltet.

Im Jahr 2000 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Millenniumsentwicklungsziele, denen auch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten zustimmten:

  1. den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, halbieren
  2. allen Kindern eine Grundschulausbildung ermöglichen
  3. die Gleichstellung der Geschlechter fördern und die Rechte von Frauen stärken
  4. die Kindersterblichkeit verringern
  5. die Gesundheit der Mütter verbessern
  6. HIV/Aids, Malaria und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen
  7. den Schutz der Umwelt verbessern
  8. eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen

Mit vereinten Kräften wollte die internationale Gemeinschaft diese Ziele bis zum Jahr 2015 erreichen. Zahlreiche Projekte wurden ins Leben gerufen und vieles ist geschehen, aber es gibt auch noch viel zu tun. Im Rahmen des Europäischen Jahres der Entwicklung sollen diese Ziele überarbeitet und neu formuliert werden.

https://demokratiewebstatt.at/thema/europa/die-eu-und-du/2015-ist-das-europaeische-jahr-der-entwicklung/
gedruckt am: Montag, 23. Oktober 2017