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Wohin mit dem Müll?

Noch im Mittelalter war man bei der Entsorgung des Hausmülls nicht gerade zimperlich, Müll wurde einfach aus dem Fenster gekippt! In vielen Städten war es bis ins 19. Jahrhundert hinein üblich, den Abfall in nahegelegene Flüsse zu schmeißen. Das hat ziemlich gestunken! Aber du musst wissen, dass sich der Müll zu dieser Zeit aus ganz anderen Bestandteilen zusammengesetzt hat. Plastik, Alufolie, Styropor – heute ganz selbstverständliche Verpackungsmaterialien – waren damals noch unbekannt. Je umfangreicher die Zusammensetzung unseres Abfalls wurde, desto wichtiger wurde auch eine geregelte Müllentsorgung.

Früher wurde der Müll auf Deponien entsorgt, mittlerweile werden Abfälle in speziellen Müllverbrennungsanlagen verbrannt und zur Energiegewinnung genutzt. Auf Deponien kommen nur mehr sehr giftige Abfälle, die nicht verbrannt werden können. Aber auch die Müllverbrennung ist keine ganz optimale Lösung, denn das Verbrennen von Müll kostet Energie und schadet der Umwelt, da Staub und Gase an die Luft abgegeben werden. Neue Filteranlagen und schonendere Verbrennungsmethoden können die Umweltbelastung zwar verringern, trotzdem gilt beim Thema Müll der Grundsatz: „Vermeiden vor verwerten vor beseitigen“.

In Frankreich wird die Mülltonne „Poubelle“ genannt, nach dem Bürgermeister Eugène Poubelle, der 1884 erstmals Mülltonnen in Paris aufstellen ließ. Die erste Mülltonne Wiens ist heute ein Ausstellungsstück im Museum.

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gedruckt am: Montag, 23. Oktober 2017